Vor etlichen Jahren hatte ich das immense Glück, dass mir das Werk der seligen Seherin aus Dülmen bei Münster Anna Katharina Emmerick in die Hände fiel. Sie hat mir Maria, unter der ich mir nie viel Konkretes vorstellen konnte, erst näher gebracht. Besonders begeistert hat mich der Band "Das Leben der Jungfrau Maria", worin wir von der Kindheit Marias, von ihrem Leben im Tempel, von ihrer Hochzeit mit Josef Genaueres erfahren.
Damals hatte ich die Werke aus dem Schweizer Christiana-Verlag bekommen, der im Jahr 2010 vom Fe-Medienverlag übernommen wurde. Die weißen Bücher gibt es leider nur noch antiquarisch, sind jedoch in anderen Verlagen neu aufgelegt worden.
Dem Band "Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus" liegt dem Film "Die Passion Christi" von Mel Gibson zugrunde.
Einen weiteren Schatz fand ich im Werk "Der Gottmensch" der italienischen Mystikerin Maria Valtorta, erhältlich beim Parvis-Verlag. Der italienische Titel lautet "L’Evangelo come mi è stato rivelato – ‚Das Evangelium, wie es mir offenbart wurde". Damit wollte Gott uns Sich selbst und das Evangelium näher bringen. Jesus hat die über viele Jahre ans Bett gefesselte Visionärin in Sein Leben hinein genommen, hat sie Szenen erleben, Gespräche verfolgen, Landschaften erleben lassen, als wäre sie selbst dort gewesen. Nicht, weil Jesus ein anderes Evangelium gewollt hätte - damit hätte Er sich ja selbst widersprochen - sondern weil Er uns ermöglichen wollte, Ihn als Sohn Gottes und als Menschensohn in seiner konkreten historischen Existenz, als Jude in seiner irdischen Heimat Israel und als einer von uns mit seinen Beziehungen, seinen Freuden und Schmerzen, besser kennen zu lernen. Jesus selbst sagte zu Maria Valtorta am 28. Januar 1947: „Das Werk, das den Menschen durch den kleinen Johannes [so nennt er sie] gegeben wurde, ist kein kanonisches Buch. Aber es ist stets ein inspiriertes Buch, das Ich euch gebe, um euch dabei zu helfen zu verstehen, wie meine Zeit als Meister war und um mich kennen zu lernen.“
Der Maler Lorenzo Ferri, der mit Maria Valtorta befreundet war und sie oft besuchte, malte nach ihren Angaben viele Personen aus ihren Visionen, so auch die Jungfrau Maria. So finde ich dieses Bild am Schönsten:
Das Buch "Valtorta und Ferri" gibt es ebenfalls im Parvis-Verlag.
Und natürlich nicht zu vergessen das Werk der spanischen Mystikerin María de Jesús de Ágreda, "Die Mystische Stadt Gottes". Sie beschreibt mehr das Innenleben der Gottesmutter, ihre Haltung, ihren Umgang mit dem Geheimnis, ihre Gebete. Das Werk beginnt mit Schauungen über die Erschaffung der Welt und die Rolle Marias hierbei und den Ratschluss Gottes, Maria zu erschaffen. Besonders beeindruckt hat mich in diesem Werk, wie María von Ágreda genauestens beschreibt, welchen Dienst die Jungfrau im Tempel versieht, mit welcher liebe sie alles tut, wie sie von den anderen Tempeljungfrauen verleumdet und angefeindet wurde und mit welcher Geduld und Liebe Maria damit umging, sodass es die anderen Mädchen reute und sie zu ihr fanden. Die 4 blauen Bände gibt es im Miriam-Verlag.
Nicht zuletzt die italienische Seherin Luisa Piccarreta, die in ihren Schriften "Das Reich des Göttlichen Willens" den 3. Band der Jungfrau Maria gewidmet hat: "Offenbarungen Jesu über Leben und Wirken Seiner heiligsten Mutter". Hier geht es um Geheimnisse, an denen Gott uns teilhaben lassen wollte, von denen wir nicht die geringste Ahnung haben! Man kann das nur durchbeten und meditieren, damit die Seele das alles überhaupt fassen kann - hier auf Erden wird sie es nie ganz verstehen. Die Bücher sind erhältlich im Mediatrix-Verlag.
Mit solchen Gnadengeschenken ausgerüstet verstehe ich natürlich die Erscheinungen der Gottesmutter vor einem ganz anderen Hintergrund und kann sie ganz anders einordnen, als würde ich mir lediglich zu jeder einzelnen Erscheinung die "Infos" mühsam zusammensuchen wie ein Puzzle. Nein, ich sehe irgendwie das Gesamtbild, Marias große Absicht der Liebe und der Fürsorge für ihre Kinder, die wir noch hier in der irdischen Wüste "Welt" kämpfen und oft kraftlos und mehr oder weniger verloren sind...
Da ich so reich beschenkt wurde, möchte ich das teilen und weitergeben an Menschen, die es mit offenem Herzen und staunend wie Kinder aufnehmen wollen. Und vielleicht diejenigen zum Staunen bringen, die dem Glauben eher fernstehen. Vielleicht kann dieser Blog etwas bewegen.
Gott die Ehre.




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